gealpte Tiere

Notfall-Versicherung für gealpte Tiere nicht vergessen

Der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband (SAV) rät Landwirten, die ihre Tiere sömmern, eine Gönnerschaft mit einem Helikopter-Unternehmen, das Tierrettungen anbietet, abzuschliessen. Kranke und verletzte Tiere können so im Notfall professionell geborgen werden, und die Kosten für die Tierbesitzer bleiben überschaubar. Im Jahr 2021 haben Rega und Air-Glaciers, die grössten Anbieter für Tierrettungen, insgesamt fast 1700 Einsätze zugunsten der Alp- und Berglandwirtschaft organisiert.

Die Alpzeit steht kurz bevor, was ÄlplerInnen und Tiere gleichermassen freut. Wegen den weitläufigen Weiden und dem teilweise unwegsamen Gelände sind verunfallte Tiere jedoch leider nicht selten. Mit Auto und Anhänger ist die Unfallstelle meistens nicht erreichbar. Die Bergung per Helikopter ist oft die einzige Möglichkeit, um kranke, verunfallte oder auch tote Tiere zu bergen. Der SAV möchte deshalb die Landwirte, die Tiere sömmern, wieder einmal darauf aufmerksam machen, dass eine Gönnerschaft bei einem Helikopter-Unternehmen (beispielsweise Rega-/Air Zermatt-Gönnerschaft oder Air-Glaciers-Rettungskarte) äusserst sinnvoll sein kann, damit die Tiere im Notfall per Helikopter ins Tal geflogen werden können und die Kosten für den Tierbesitzer nicht ins Unermessliche wachsen.

Folgende Punkte sind für die LandwirtInnen zu beachten:

• Der Tierbesitzer (nicht der Tierhalter bzw. die Älplerin) ist für die Bergung seiner Tiere verantwortlich. Es ist demnach auch der Tierbesitzer, der die Gönnerschaft abschliessen muss. Der SAV empfiehlt dem Alpmeister oder der Alpmeisterin die Tierbesitzer auf diesen Punkt aufmerksam zu machen.
• Gönnerschaften kosten bei den meisten Unternehmen für Bauernfamilien und ihre Tiere CHF 80.-/Jahr.
• Die Kosten für den Helikopterflug bis zur nächsten, mit einem anderen Transportmittel erreichbaren Stelle, werden übernommen, sofern nicht andere Versicherungen für den Einsatz aufkommen.
• Suchflüge werden nicht übernommen.
• Die Einsatzzentrale des Helikopter-Unternehmens muss informiert werden über Kontaktpersonen, Dringlichkeit und Aufnahme- und Abladeort (Gemeinde, Koordinaten, Geländebeschaffenheit, Hindernisse).
• Der Transport muss mit dem zuständigen Tierarzt abgesprochen werden. Der Tierarzt entscheidet über die Transportfähigkeit der verletzten oder kranken Tiere.
• Bei nicht transportfähigen Tieren wird der Tierarzt zu deren fachgerechten Tötung vor Ort geflogen.
• Tierkadaver sind der zuständigen Instanz der Alpgemeinde zu melden.

 

Auskünfte:
Erich von Siebenthal, Präsident SAV und Nationalrat, Tel: 078 856 12 40
Selina Droz, Geschäftsführerin SAV, Tel: 079 892 44 22

www.alpwirtschaft.ch

Medienmitteilung des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes SAV

Bern, 01.06.2022

Foto (c)Agrihebdo